Kinderbuch schreiben

Sie spielen mit dem Gedanken, ein Kinderbuch zu schreiben?
Natürlich haben wir dafür keine Anleitung. Gibt es eine solche überhaupt? Aber wir haben mit der Zeit ein paar Erfahrungen gesammelt, die wir Ihnen in diesem Jahr weitergeben möchten. Möglicherweise erleichtern sie Ihnen die Herangehensweise an Ihren Traum, einem wunderbaren Projekt, das Ihnen schon lange vorschwebt?
Auf jeden Fall ist das Schreiben eines Kinderbuches eine große Herausforderung, denn es gibt kein ehrlicheres Publikum, keine kritischeren Leser und Leserinnen. Entweder das Buch gefällt, dann begleiten die Figuren ein Kind noch lange, oder das Buch gefällt nicht, dann geht das Interesse auch schnell verloren.

Auf folgende Punkte werden wir in diesem Jahr eingehen:

  1. Über was soll ich überhaupt schreiben?
  2. Genaue Definition der Zielgruppe und des Genres
  3. Was machen die anderen, was macht die Konkurrenz?
  4. Es braucht eine starke Figur in ihrem Kinderbuch.
  5. Eine gute Struktur erleichtert das Schreiben.
  6. Welche „Sprache“ packt ein Kind?

1. Das Thema: Über was soll ich überhaupt schreiben?
Woher bloß eine Idee nehmen? Betrachten Sie die Welt aus den Augen eines Kindes, gehen Sie auf „Augenhöhe“. Allem voran steht natürlich die Fähigkeit, sich in die Welt der Kinder hineinversetzen zu können. Wenn Sie aus der Sicht eines Erwachsenen schreiben, somit mehr oder weniger unbewusst mit erhobenem Zeigefinger, wird es kaum ein Kind ansprechen. Was sind also die Themen, womit beschäftigen sich Kinder? Was sind ihre Probleme, was macht sie traurig, worüber lachen sie? Seien Sie offen für die Bedürfnisse der Kinder. Hören Sie zu, seien Sie aufmerksam. Was interessiert Ihre eigenen Kinder, Neffen oder Nichten, Kinder aus der Nachbarschaft?
Lassen Sie sich in Ihrem Alltag inspirieren, gehen Sie offen durch die Welt. Beobachten Sie. Ein plötzlicher Funke setzt die Gedanken in Gang, in der S-Bahn oder unter der Dusche. Nach und nach wird Ihnen so die eine oder andere Idee in den Sinn kommen.
Welche Kinderbücher gefallen Ihnen, was haben Sie früher selbst gerne gelesen oder vorgelesen bekommen? Was zeichnet diese Geschichten aus?
Mit der Beantwortung dieser Fragen wird auch schnell klar, dass ein Kind nicht gleich ein Kind ist. Es ist wichtig, die einzelnen Altersgruppen voneinander zu trennen, doch dazu das nächste Mal mehr.