Kinderbuch schreiben – 2. Teil – die Zielgruppe

Sie spielen mit dem Gedanken, ein Kinderbuch zu schreiben?
Im letzten Leseabenteuer sind wir auf ein mögliches Thema Ihres Kinderbuches eingegangen. Heute beschäftigen wir uns mit dem zweiten Punkt, der Zielgruppe. Für welche Altersklasse ist Ihre Geschichte überhaupt geeignet.

Die Zielgruppe
Im Rahmen eines Kinderbuches ist die Zielgruppe nicht ganz so leicht festzulegen. Auch gehen hier die Meinungen auseinander. Wichtig ist trotzdem eine klare Eingrenzung, damit Kinder, Eltern und auch Schulen sehen, was sie erwartet. An diesem Punkt kristallisiert sich schon heraus, dass Sie bei der Zielgruppe „Kinder“ berücksichtigen müssen, wer das Buch denn überhaupt kauft und Interesse zeigt!

Gehen wir zunächst auf die primäre Zielgruppe ein, das Kind.
Es ist wichtig, die einzelnen Altersgruppen voneinander zu trennen. Folgende Gruppierungen sind marktüblich:

  • Bis 2 Jahre: Diese Bücher haben so gut wie keinen Textanteil und sind für die ganz Kleinen bestimmt.
  • 3-5 Jahre: Bilderbücher mit kleinem Textanteil. Die Illustrationen überwiegen.
  • 6-7 Jahre: Vorlese- und Erstlesebücher, einfach formuliert.
  • 8-11 Jahre: Kinderromane
  • Ab 12 Jahren: Jugendromane

Hält man sich an diese Gruppierungen, erhöht das die Chance, dass Ihr Buch von Ihrer gewünschten Zielgruppe gefunden und gelesen wird. An dieser ersten altersgerechten Einteilung orientieren sich die meisten Eltern wie auch ihre selbst lesenden Kinder.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!

Kinder lesen gerne Geschichten, in denen die Charaktere ein bis zwei Jahre älter sind als sie selbst. Sie sind dann stolz darauf, schon die „dicken“ Bücher ihrer älteren Geschwister zu lesen. Das ist schön und gut, aber zuweilen entgeht den Kindern durchaus ein Leseerlebnis, da sie Textstellen, die entsprechend für Ältere bestimmt sind, nicht verstehen oder im Falle eines Kusses oder ähnlicher Szenen eher angewidert reagieren.

Die erweiterte Zielgruppe – die Erwachsenen.
Wichtig bei späteren Werbemaßnahmen. Natürlich kaufen die Eltern häufig die Bücher für ihre Kinder und haben ein Auge auf das, was ihre Sprösslinge lesen. So auch die Einschätzung der Lehrer und Lehrerinnen, wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Schullektüre sind. Insofern überlegen Sie sich genau, auf welcher Plattform und für wen Sie die Anzeigen schalten und wie Sie Ihre Werbetexte dann formulieren. Es ist einfach ein Unterschied, ob Sie bspw. in einer Kinderzeitschrift annoncieren, die auch von Kindern gelesen wird, oder ob Sie sich auf einer Plattform präsentieren, die eher von Erwachsenen gelesen wird.